Mit Biomasse gegen den Klimawandel

Ein Begriff hat in den vergangen Jahren zunehmend an Bedeutung und Dringlichkeit gewonnen. Die Rede ist hier vom Klimawandel. Vom schmelzen der Polklappen an Nord und Südpol, zu erwartenden Überschwemmungen von ganzen Inselgruppen und Landstrichen, der zunehmenden Ausbreitung von Wüstenlandschaften und immer extremeren Wetterlagen, die für chaotische Zustände bis hin zu Tod und Verderben sorgen.

Wir befinden uns bereits mitten drin, im Klimawandel. Also ist es aller höchste Zeit, aus der Erkenntnis heraus, dass wir uns immer schneller in Richtung einer Welt bewegen, die den veränderten klimatischen Bedingungen Tribut zollen und zum Opfer fallen wird, aktiv etwas gegen den prognostizierten Klimawandel zu unternehmen. Auch wenn wir ihn nicht zu stoppen wissen, ein  Hinauszögern ist alle Mal drin. Voraussetzung ist allerdings, dass nicht nur in bedrohlichen Worten darüber geredet und geschrieben wird, sondern dass auch wirklich Gegenmaßnahmen ergriffen werden.

Ein Ansatz der immer intensiver verfolgt wird, ist die Substitution von fossilen Energieträgern durch Biomasse. Konkret bedeutet dies, dass vor allen Dingen auf dem Feld der Energiegewinnung, von fossilen Energieträgern Abstand genommen wird. Erdöl, Kohle und Gas sind nämlich, werden sie zur Gewinnung von Energie verbrannt, neben den natürlichen Faktoren, wie beispielsweise dem aufsteigenden Methan von den Böden der Weltmeere aus, als die Klimakiller schlechthin zu betrachten. Der Grund: Bei der Verbrennung von fossilen Energieträgern bleibt, als ein natürliches  Abfallprodukt, das extrem klimaschädliche Kohlenstoffdioxid (CO2) übrig, welches sich in der Atmosphäre verteilt und am schützenden Ozonloch nagt.

Doch was ist denn überhaupt unter dem Begriff der Biomasse zu verstehen und wo befindet sich diese überhaupt? Die Antwort ist denkbar einfach: Biomasse ist im Prinzip überall. Denn als Biomasse wird all das bezeichnet, was aus sogenannter organischer Substanz entsteht. Konkret bedeutet dies, dass alles was einst einmal in irgendeiner Form gelebt hat, als Biomasse deklariert werden kann. So fallen neben dem Kot von Tieren, Pflanzen und Holzresten alle anderen organischen Abfälle unter die Begrifflichkeit der Biomasse.

Wir müssen also im Prinzip nur noch lernen wie wir die Biomasse am sinnigsten und effektivsten nutzen. Und da müssen wir noch nicht einmal bei Null beginnen. Längst gibt es diverse Methoden, die fast überall reichlich vorhandene Biomasse, in nutzbare Energie zu wandeln. So können heute bereits Biomasse Kraftstoffe wie Biodiesel, BTL-Kraftstoffe oder Biogas, relativ wirtschaftlich produziert werden. Alleine der Markt scheint in der Fläche noch nicht bereit und vollständig von Biomasse überzeugt. Höchste Zeit wird es trotzdem. Auch wenn Biomasse den Klimawandel nicht aufhalten oder gar Rückgängig machen kann, das Zeug die momentane Entwicklung zu entschleunigen hat Biomasse in jedem Fall.

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